Text Manuel Schläppi

«Die kurze Antwort lautet: mit einer sorgfältigen Auswahl des Produkts und dessen professioneller Handhabung und Pflege. Es ist wie bei einem grossen Schiff: Es bedarf eines verantwortlichen Kapitäns, der am Steuer steht und den Kurs mit leichten Justierungen hält. Wird eine Abweichung nicht rechtzeitig bemerkt, sind später aufwendige Manöver zur Korrektur erforderlich. Dasselbe Prinzip gilt für den Kühlschmierstoff.

Ein stabiler Kühlschmierstoff hat mehrere Vorteile: Erstens können Maschinenstillstände vermieden und gleichzeitig eine konstant hohe Qualität der gefertigten Teile (z. B. Oberflächengüte) gewährleistet werden. Dies wirkt sich positiv auf die Produktivität und auf das Budget aus. Zweitens steigt die Zufriedenheit der Mitarbeitenden, da der Kühlschmierstoff einen angenehmen und neutralen Geruch behält. Drittens profitiert die Umwelt: Eine lange Einsatzdauer verbessert die ökologische Bilanz erheblich.

Produkt – Fachkräfte – Dienstleistungen: Das sind die drei entscheidenden Faktoren. Bei der Auswahl des Produkts gilt es, alle spezifischen Gegebenheiten zu berücksichtigen. Material, regulatorische Anforderungen, vor- und nachgelagerte Prozesse sowie die Wasserqualität spielen eine grosse Rolle. Der Kühlschmierstoff muss auf all diese Faktoren ideal abgestimmt sein. Für Handhabung und Pflege braucht es vor Ort engagierte Mitarbeitende, die sich motiviert um den Kühlschmierstoff kümmern. Bei der Überwachung liegt das Augenmerk vor allem auf der Konzentration und dem pH-Wert. Beides kann einfach und schnell gemessen werden. Der Blick durch das Refraktometer liefert Informationen zur Konzentration und gibt auch einen optischen Hinweis auf mögliche Verunreinigungen. Den pH-Wert bestimmt man mit herkömmlichen pH-Stäbchen. Bei grösseren Systemen empfiehlt es sich zusätzlich, regelmässig Proben an ein Labor zu senden, um beispielsweise die Salzfracht zu überwachen. Einen wertvollen Beitrag zur Stabilität des Kühlschmierstoffs leisten auch automatisierte und digitalisierte Lösungen. Sie überwachen kontinuierlich dessen Zustand und füllen regelmässig die richtige Menge in der gewünschten Konzentration nach.»

Der Blick durchs Refraktometer zeigt links einen sauberen Kühlschmierstoff und rechts einen verunreinigten.

Manuel Schläppi, Global Head Chemical Sales Support, Blaser Swisslube
Ph.D. in Chemistry